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AZ Sa. 07. August 2004

Asien oder Slowakei statt Avantis

Aachen

Der Wirbel um das SPD-CDU-Flugblatt zum Park Altes Klinikum geht weiter. Jetzt hat sich einer der Verfasser, CDU-Fraktionschef Rolf Einmahl, zu Wort gemeldet.

Er widerspricht den Grünen und der Bürgerinitiative LuuP: «Beide behaupten, die Aachener und Münchener könne im Gewerbegebiet Avantis ihr Rechenzentrum errichten. In Zeiten moderner Informationstechnologien sei der Standort der Informationsverarbeitung sekundär, da Informationen in Sekundengeschwindigkeit um den Erdball geschickt werden können. Gerade dies ist das Problem. Die Alternative für den Versicherungskonzern Generali ist nicht Avantis, sondern ein Standort zum Beispiel in der Slowakei oder in Asien, wo Informationstechniker für 500 Euro im Monat arbeiten.»

Dies sei ein Bruchteil der Kosten, die für einen Arbeitsplatz in Deutschland entstehen, so Einmahl. Der Standortvorteil für Aachen müsse sich durch besondere qualitative Merkmale auszeichnen. Daher habe sich der Wunsch der Aachener und Münchener Versicherung zu einer Erweiterung am vorhandenen Rechenzentrum ergeben, da hierdurch die vorhandenen Einrichtungen auch durch das neue Rechenzentrum genutzt werden könnten.

«Ob in der Bürgerbeteiligung von Architekturliebhabern 80 oder 120 Meter hohe Türme diskutiert werden, ist bedeutungslos. Der Rat hat mit der Mehrheit von CDU und SPD in den Verkaufsbedingungen festgelegt, dass die zukünftige Bebauung nur vier- bis fünfgeschossig sein darf», fährt Einmahl fort. «Dies hat der Ratsherr Hermann Josef Pilgram entweder nicht gelesen oder er versucht, die Öffentlichkeit durch Weglassen von Informationen zu täuschen.»

Bei 2300 AM-Mitarbeitern in Aachen gehe es der CDU um die betroffenen Menschen: «Und sie wird sich für deren Interessen einsetzen.»

(stm) (06.08.2004 | 19:55 Uhr)

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