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AN Sa. 21. August 2004

Endlich: Neuer Park entsteht an der Südstraße

Aachen

Die Innenstadt wird im kommenden Jahr ein bisschen grüner: Auf dem Gelände der ehemaligen Werkkunstschule an der Südstraße soll bis Ostern eine rund 5700 Quadratmeter große Parkfläche entstehen.

Wie Oberbürgermeister Jürgen Linden (SPD) am Freitag erklärte, sind die Verhandlungen mit dem Land Nordrhein-Westfalen, dem Eigentümer des Grundstücks, inzwischen erfolgreich abgeschlossen worden. Der Termin beim Notar stehe in wenigen Tagen an. Über den Kaufpreis schweigt sich die Stadt jedoch aus. "Wir haben aber, soviel sei verraten, einen Schnäppchenpreis erzielen können", so Linden.

14 Jahre hat´s gedauert

Der jüngste Grundstückserwerb des städtischen Immobilienmanagements war indes alles andere als ein Spontankauf: Nicht weniger als 14 Jahre sind seit Aufnahme der Verhandlungen ins Land gegangen: 1989 war die Werkkunstschule aus ihren Räumlichkeiten an der Südstraße ausgezogen. Unter dem neuen Namen Fachhochschule für Design residiert das Institut seither am Boxgraben, Ecke Hubertusplatz. Obgleich die Stadt bereits 1990 ihr Interesse an dem Grundstück bekundet hatte, konnte erst jetzt eine Einigung mit dem Land NRW erzielt werden.

"Der Flächennutzungsplan war das Pfund, mit dem wir in den Verhandlungen wuchern konnten", erläutert der OB. Das Areal sei schon vor Jahren als Grünfläche ausgewiesen worden. Zudem habe die Stadt über ein Vorkaufsrecht verfügt. Linden: "Das Land hat anfangs Apothekerpreise verlangt, die wir nicht zahlen konnten und wollten. Deshalb haben sich die Gespräche so lange hinausgezögert." Vorstöße des Verhandlungspartners, auf die geplante Grünfläche zugunsten einer weiteren Wohnbebauung zu verzichten, habe die Stadt erfolgreich abwehren können.

Verluste ausgleichen

"Das Viertel braucht diesen Park zur Naherholung und Klimaverbesserung", sagt Linden und verweist auf die künftige Bebauung eines Teils der nahen Parkfläche "Altes Klinikum" durch die AMB. Der Park an der Südstraße könne den entstehenden Verlust an Naherholungsgebieten zumindest teilweise ausgleichen. Außerdem werde das Viertel zwischen Südstraße, Reumont- und Mariabrunnstraße sowie Boxgraben durch neue Fußwege aufgewertet.

Ausgleichsfläche

So soll der neue Park künftig auch von der Mariabrunn- und Reumontstraße aus zugänglich sein. Bis zum Jahresende werden die verbliebenen Altbauten der Werkkunstschule, erbaut in den 50er Jahren, komplett abgerissen. Kostenpunkt: rund 100000 Euro. Im Frühjahr könnte der Park dann bereits in neuem, saftigem Grün erstrahlen.

Knapp 1000 Quadratmeter des Grundstücks bleiben unterdessen der Gemeinschaftsgrundschule in der Reumontstraße vorbehalten. Hier soll, sobald finanzierbar, eine neue Turnhalle entstehen. Weil auch das angrenzende Gelände des Kindergartens demnächst vergrößert werden soll, reduziert sich der allgemein zugängliche Parkteil später auf etwa 4500 Quadratmeter. "Wir werden nicht nur die politischen Gremien, sondern auch die Bürger vor Ort in die weiteren Planungen einbeziehen", verspricht Jürgen Linden.

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