Wir bedanken uns bei den "Aachener Nachrichten" und der "Aachener Zeitung" für die Erlaubnis, relevante Artikel wiedergeben zu dürfen.


AN Di. 24. August 2004

Luup, Linden, die AMB und ein heftiges Zitat

Aachen

Das Faltblatt hat eine Auflage von 25.000 Stück, und vorne drauf steht dick und fett: «Ich darf es nicht Erpressung nennen, aber es ist nichts anderes». Die Verfasser von der Interessengemeinschaft LuuP sagen, auf diese drastische Art und Weise habe sich Aachens OB zum Verkauf des Parkgrundstücks an die AMB vernehmen lassen.

Obwohl er sich öffentlich für die Transaktion stark gemacht habe.

Jürgen Linden erklärte am Montag, « Wahlkampfäußerungen anderer werde ich nicht kommentieren», schon aus zeitlichen Gründen: «Da wäre ich Tag und Nacht beschäftigt.» Was den Verkauf des 32.000 Quadratmeter großen Areals im Park Altes Klinikum angehe (mittlerweile vom Rat beschlossen), so habe er «klare Aussagen getroffen» und zwar des Inhalts, dass ein Verkauf im Interesse der Stadt liege: Nur so könne der Konzern dauerhaft an den Standort Aachen gebunden werden, nur so könnten Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Im Luup-Faltblatt wird der Eindruck erweckt, Linden habe die zitierte Äußerung in der Ratssitzung vom 7. Juli getan, wo sie aber keiner gehört hat. Auf Nachfrage erklärte Luup-Sprecherin Michaela Stöber, der Satz sei in einem Gespräch mit Vertretern der Interessengemeinschaft gefallen, nach einer Sitzung des Liegenschaftsausschusses am 6. Juli. Für die Richtigkeit des Zitats spreche, dass das Luup-Blatt schon seit einer Weile verteilt werde und es bislang keine Forderung auf Unterlassung gegeben habe.

«Die Aachener können rechnen»

Die taufrische Ankündigung der Stadt, auf dem Gelände der ehemaligen Werkkunstschule an der Südstraße eine neue Grünfläche entstehen zu lassen, nicht zuletzt als Ausgleich fürs Alte Klinikum, ist von der Bürgerinitiative sehr ungnädig aufgenommen worden. Michaela Stöber: «Die Aachener können rechnen: 4500 Quadratmeter sind ungleich 32.000 Quadratmeter. Die Aachener können logisch denken: Weit über 100 Jahre gewachsene und in den letzten 20 Jahren renaturierte Vegetation kann nicht Anfang des nächsten Jahres ersetzt sein.» Anderes zu behaupten, sei «schon mehr als dreist».

(ast) 23.08.2004 23:00

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