Wir bedanken uns bei den "Aachener Nachrichten" und der "Aachener Zeitung" für die Erlaubnis, relevante Artikel wiedergeben zu dürfen. AN Di. 25. Januar 2005 Apfelbaum als Zeichen des Widerstands gegen den KonzernAachen „Der Kampf ist fast gelaufen. Aber nur fast.” So wie Michaela Stöber geben sich auch die anderen Mitglieder von LuuP („Lasst uns unseren Park”) kämpferisch. Ein Großteil des Parks des alten Klinikums ist so gut wie verkauft, das Areal mit seinen alten Bäumen und Wiesen soll bebaut werden. Und weil die Frauen und Männer von LuuP partout nicht die Flinte in die Wildgräser des Parkgeländes schmeißen wollen, haben sie beim Rheinischen Amt für Denkmalpflege in Puhlheim den Antrag gestellt, den gesamten Park als Gartendenkmal unter Denkmalschutz zu stellen, inklusive der für Neubauten vorgesehenen Flächen. Die Aachener Dependance des italienischen Versicherungs-Multis AMB Generali bewirbt sich konzernintern mit dem Grundstück, dort könne das neue europäische Rechenzentrum des Konzerns entstehen oder zumindest das „Backup”-Gebäude für das Rechenzentrum. Am Wochenende gab es eine Feier im Park. Vor zehn Jahren war es den Grünen gelungen, das Gelände als Grünfläche im Bebauungsplan festschreiben zu lassen. Während der Feier pflanzten Gründe und LuuP-Mitglieder ein Wild-Apfelbäumchen, dass Monika Kuck von den Grünen mitgebracht hatte: „Sie wissen ja, wer einen Baum pflanzt, der beleibt.” Zur Begründung für den unerwarteten Antrag führt LuuP-Sprecherin Michaela Stöber verschiedene Faktoren an, unter anderem klimatische (der Park sei eine wichtige Kaltluftschneise) und kultur- und technikgeschichtliche (mit seinem Pavillon-System, den unterirdische Belüftungsschächten und dem prachtvollen Baumbestand seien Klinikum und Park damals wegweisend gewesen). Stöber: „Der Hangeweiher und die Grünfläche dort stehen auch unter Denkmalschutz. Und schließlich hat derselbe Architekt, der den Hangeweiher geplant hat, auch den Park des alten Klinikums entworfen. Der Hangeweiher kam später, war als Erweiterung des Parks vom Klinikum gedacht. Da wäre es unsinnig, wenn dem Antrag nicht stattgegeben wird.” Bedenken ausräumen Erster Ortstermin mit den Denkmalpflegern ist heute um 15 Uhr am alten Torhaus neben der Sparkasse in der Goethestraße. Morgen Abend findet zwischen 18 und 19 Uhr im CouvenGymnasium an der Lütticher Straße eine Bürgeranhörung statt, bei dem vier verschiedene Planungsvarianten für den Neubau vorgestellt werden. Die Ergebnisse der Bürgeranhörung müssen bei der Erstellung des Bebauungsplanes durch den Planungsauschuss in Betracht gezogen werden, Bedenken ausgeräumt werden. LuuP will ab 17 Uhr vor Ort sein und informieren.
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