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AZ 09. Juli 2005

Keine Kompromisse beim AMB-Campus

Altes Klinikum: Wieder kontroverse Diskussion

Aachen

Sie werden weiter um ihren Park kämpfen. Das bekräftigten die Mitglieder der Interessengemeinschaft "Lasst uns unseren Park" ("Luup") bei der "Parkzeit", dem dritten Sommerfest im Park des Alten Klinikums.

Seit gut zwei Jahren setzt sich "Luup" dafür ein, dass der Park erhalten wird. Die neuen Pläne der AMB, auf dem 32 000 Quadratmeter großen Grundstück jetzt nur noch 10 000 Quadratmeter Fläche für ihren AMB-Campus bebauen zu wollen, dafür dort aber ein Hochhaus entstehen zu lassen, sorgt jetzt für neuen Diskussionen. "Luup"-Sprecherin Michaela Stöber kann sich nicht vorstellen, dass die Pläne für ein Hochhaus auf viel Gegenliebe bei den öffentlichen Entscheidungsträgern treffen werden.

Wieviel Zündstoff tatsächlich in diesem Thema steckt, wurde bei der Podiumsdiskussion am Nachmittag deutlich. Für eine kontroverse Diskussion sorgten die Vertreter aus der Politik - Monika Kuck von den Grünen, Vorsitzende des Umweltausschusses, Wolfgang Boenke, CDU-Ratsvertreter für Hangeweiher, und Hans Alt-Küpers von der SPD, sachkundiger Bürger im Umweltausschuss. Außerdem legten Wolfgang Röll, Mitglied von Luup und Anwohner, sowie Herbert Fleu vom NABU ihre Standpunkte dar. Die Moderation übernahm Bernd Lehwald von Radio Aachen. Heiß ging es her zwischen den absoluten Gegnern der Bebauung Kuck, Röll und Fleu sowie Alt-Küpers und Boenke, die den Plan eines Hochhauses als Kompromiss befürworten. Sie befürchten, die AM könnte mögliche Arbeitsplätze in andere Städte verlagern. Die Argumente der Gegenseite waren die seit langem artikulierten. Das Grundstück würde "der AMB hinterhergeschmissen", es gebe anderenorts genügend Gewerbefläche, die der Konzern nutzen könne.

(cle)

Alle Teile des Parks sollen zugänglich bleiben

  • Die Pläne der AMB zur Bebauung ihres Grundstücks im Park Altes Klinikum werden nach der Sommerpause in den politischen Gremien diskutiert. Eine Bürgerbeteiligung ist eingeplant.

  • Die AMB plant drei Gebäude: Einen rund 60 Meter hohen Büroturm vor dem Rechenzentrum. Davor sind zwei pavillionähnliche Gebäude mit fünf Geschossen geplant.

  • Alle drei Gebäude sollen nicht als Ganzes eingezäunt werden; so dass von der Anton-Kurze-Allee an den Gebäuden vorbei ein Zugang zu der dahinter liegenden Parkfläche gegeben ist. Da die bebaute Fläche wesentlich kleiner als vorgesehen ist, gibt die AMB einen großen Teil ihres Grundstückes zurück.

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