Wir bedanken uns bei den "Aachener Nachrichten"
und der "Aachener Zeitung" für die Erlaubnis, relevante Artikel
wiedergeben zu dürfen.
AN Mi. 21. September
Altes Klinikum: AMB stellt Neubauplanungen zurück
Einstieg in den Ausstieg oder "ein nicht ungewöhnlicher Vorgang"?
Warten auf die Planziffern. Die Entscheidung fällt in Triest.
Aachen Gibt es Grund zur Unruhe oder ist es "ein nicht
ungewöhnlicher Vorgang", wie Experten meinen? Fakt ist jedenfalls eine offizielle
Pressemitteilung vom gestrigen Montag, in der es heißt: "AMB Generali hat die
planerische Vorbereitung für einen Neubau auf dem alten Klinikumgelände bis
Ende diesen Jahres zurückgestellt. Das Unternehmen hat die Stadtverwaltung
entsprechend unterrichtet. Bis Ende 2005 sind die konkreten Einscheidungen
der einzelnen Konzernunternehmen der AMB Generali für einen neuen Drei-Jahres-Plan
(2006 bis 2008) abgeschlossen."
Soll heißen: Wenn es aufgrund
dieser Rückmeldung
keinen echten Bedarf mehr gibt für die Neubauten samt 78-Meter-Turm,
wird man es wohl lassen.
Schon gibt es erste Spekulationen, der Versicherungskonzern
bereite damit den Einstieg in den Ausstieg vor. Nach bisherigem Fahrplan wollte
die AMB den zuständigen Behörden die Pläne für die Erweiterungen
auf dem Gelände altes Klinikum im Oktober einreichen. Der Termin ist jetzt
erst einmal vom Tisch.
Es wird vermutet, dass die angekündigten Strukturänderungen
im Gesamtunternehmen eine große Rolle spielen bei dieser Verzögerung,
dass insbesondere die Konzernspitze im italienischen Triest über die Bauerei
in Aachen erst dann entscheiden will, wenn alle neuen Eckdaten vorliegen.
OB Jürgen Linden erklärte gestern,
die AMB habe ihn über den Stand der Dinge informiert; er gehe davon aus,
dass es sich lediglich um eine "Vertagung" handele, so dass nicht
der geringste Grund bestehe, "Aufregung zu verbreiten".
Wie mehrfach berichtet, hat es gegen den Verkauf des Parkgrundstücks
an den Versicherungsriesen große Proteste gegeben, ein Vorgang, der die
Politik lange beschäftigte und die AMB möglicherweise nicht unbeeindruckt
gelassen hat. Allerdings wird auch darauf hingewiesen, dass es sich um ein Wirtschaftsunternehmen
handele, dass seine Entscheidungen an betriebswirtschaftlichen Erfordernissen
ausrichte.
Was aber ebenfalls bedeuten könne, dass am Standort Aachen vielleicht doch
nicht gebaut werde – weil Endbewertungen der demnächst vorliegenden
Planziffern einen solchen Schritt nahe legen.
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