Wir bedanken uns bei den "Aachener Nachrichten"
und der "Aachener Zeitung" für die Erlaubnis, relevante Artikel
wiedergeben zu dürfen.
Aachener Nachrichten Mi. 24. September
Die Woche in Aachen, Albrecht Peltzer
Hoch fliegende Pläne tiefer gelegt
Die AMB, der Park und die Machtlosigkeit.
Entschieden wird woanders.
Aachen. Wenn es eines letzten Beweises bedurft hätte,
dass die wirklich großen Entscheidungen nicht im kleinen Aachen getroffen
werden, dann wurde er diese Woche erbracht. Daher war es eigentlich keine Sensation
zu hören, dass der Park des Alten Klinikums wohl eher Parkt bleibt als
Heimstatt einer vergrö0erten AMB wird.
Haben Kritiker nicht schon immer
vor allzu viel Euphorie gewarnt? Diese blühenden Landschaften mit vielen
neuen Arbeitsplätzen, sie gab es bisher nur auf dem Papier. Und vielleicht
werden sie da auch bleiben.
Auch Architekt Höhler muss befürchten,
dass seine hohen Ideen mit 70-Meter-Türmen final flach gelegt werden.
Bezeichnend
war auch, wie die AMB mit dieser für sie wahrscheinlich nicht
fröhlichen Botschaft umging. Da man schon nicht bauen darf (vorläufig
oder endgültig), betätigte man sich als Maurer.
Eisiges Schweigen
in der Filiale an der Goethestraße, erst am Montag rückte mal mit
einer weichgespülten Mitteilung raus. Weitere Aussagen zur Zukunft? Fehlanzeige.
Die Konzernentscheidungen müssen abgewartet werden. Siehe oben! Bei der
Verwaltung gab man sich ebenso zugeknöpft. Die führenden Köpfe
waren längst informiert, als man noch den Ahnungslosen mimte.
„Lasst
uns unseren Park“ nennt sich die rührige Initiative, die für
das Grundstück so mächtig stritt und jetzt jubiliert: „Es lohnt
sich, sich zu wehren.“ Nichts für ungut, aber das Zittern in der
Triester Zentrale wird sich in Grenzen gehalten haben.
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