Presseerklärung LuuP Do. 27. Oktober 2005

Park Altes Klinikum:
Presseerklärung zur Fristverlängerung für die AMB Generali

Als vertane Chance für Aachener Lokalpolitiker von CDU und SPD, Rückgrad und Selbstbewußtsein zu beweisen, wertet LuuP e.V. die Verlängerung der Frist, die der Generali eingeräumt wird, vom Kaufvertrag für das Alte Klinikum zurück zu treten.

Welch übles und erpresserisches Spiel die Aachener Konzernspitze mit unserer Politik getrieben hat - erinnern wir uns nur an die angeblich Dringlichkeit des, wie wir heute wissen, niemals aus Triest beauftragten Projektes- muss nicht mehr diskutiert werden.

Genauer betrachten
sollten wir, wem die jetzige Fristverlängerung dienlicht ist.
Geht es hier tatsächlich noch um allgemeine Konzerninteressen?
Dieser weiß nach Abschluss der Prüfungen zur Dreijahresplanung, was er in Aachen bauen möchte und was nicht.

In den letzten 2,5 Jahren schrumpfte der hiesige Holdingvorstand von 5 auf 2 Personen. Sprechen wir also nicht eher davon, dass von den beiden verbliebenen Vorständlern, Meister und Thiessen, Herr Dr. Thiessen derjenige ist, dessen weitere konzerninterne Karriere davon abhängt, ob er in Aachen expandieren kann oder nicht?

Sollte unsere Politik nicht in diesem Moment genauer hinsehen, für wessen Interessen sie sich gegen die eigenen Bürger über den Tisch ziehen lässt?
Sollte sie in diesem Moment nicht eher den Schulterschluss mit eben diesen Bürgern suchen und dem Vorstandsvorsitzenden, Herrn Dr. Thiessen, deutlich machen, dass sie eine klare Entscheidung wünscht und zwar sofort nach Beendigung der neuen Dreijahresplanung?

Sollte es nicht eher im Interesse Aachener Politik sein, wieder einen verlässlichen und fairen Gesprächspartner im Vorstand der Aachener AMB Holding zu haben, wie dies z.B. Dr. Hans H. Kasten war, als die persönlichen Karriereinteressen eines Vorstandes zu unterstützen, der sich sowohl in Aussen- als auch in Innenwirkung längst disqualifiziert hat?

Wer als Kommunalpolitker ernsthaft behauptet, zu glauben, dass ein Konzern, der sich mit dem guten Namen seiner Stadt schmückt, es sich leisten kann, dieselbe als Standort aufzugeben, der sollte nach Einschätzung von LuuP e.V. tatsächlich sehr grundsätzlich über seinen Realitätsinn und die Krümmung seines Rückgrades reflektieren.

Für den Vorstand von LuuP e.V.,
Michaela Stöber
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